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Der VfL Bochum empfängt am Sonntag den SC Paderborn 07. Trainer Uwe Rösler muss vor allem im Mittelfeld noch eine Entscheidung treffen.
18 Pflichtspiele gab es bislang zwischen beiden Vereinen, 17 davon in der 2. Bundesliga. Aus Bochumer Sicht stehen sieben Siege und vier Unentschieden zu Buche. Das Hinspiel ging verloren. Das letzte Heimduell endete 3:0 in der Aufstiegssaison 2020. Nun steht die nächste Begegnung im Vonovia-Ruhrstadion an.
Der Verein empfiehlt eine frühzeitige Anreise. Wie an den vergangenen Spieltagen wird ein Shuttle-Service angeboten. Auch die Becherpfandspende wird fortgesetzt.
Zudem richtet sich der VfL mit einem Appell an die Anhängerschaft. Fairplay solle nicht nur auf dem Platz gelten, sondern auch auf den Rängen. Inhaber digitaler Tickets werden gebeten, ihre Smartphones am Einlass bereitzuhalten, um Wartezeiten zu verkürzen.
Statistik spricht leicht für Bochum
Die Bilanz gegen Paderborn ist aus VfL-Sicht positiv. In 18 Pflichtspielen holte Bochum in elf Partien Punkte. Sieben Siege und vier Remis stehen zu Buche. Allerdings blieb der VfL im Hinspiel ohne Zähler.
Personelle Verbindungen gibt es vor allem auf Seiten der Gäste. Philipp Klement, Gerrit Holtmann und Co-Trainer Marc-André Kruska waren bereits für Paderborn aktiv. Umgekehrt gibt es aktuell keine direkten Überschneidungen.
Trainer Uwe Rösler berichtete von einer weitgehend entspannten Personalsituation. Ibrahim Sissoko fällt weiterhin aus. Auch „Röschi“ ist noch krank. Kevin Vogt trainiert seit Längerem mit der Mannschaft, verfügt jedoch über wenig Spielpraxis. Neuzugang Oliver Olsen sammelt nach seinem Debüt weitere Trainingseinheiten.
Im Zentrum des Interesses steht das Mittelfeld. Zehn Positionen seien vergeben, erklärte Rösler. Eine Entscheidung sei noch offen. Francis Unjeka überzeugte zuletzt auf der Sechs. Mats Pannewig, der vor seiner Erkrankung als konstantester Mittelfeldspieler galt, ist wieder voll belastbar. Konkurrenz belebe das Geschäft, so der Trainer. „Ich kann nur elf von Anfang an bringen.“
Gegner mit klarer Spielidee
Rösler erwartet eine Mannschaft mit klarer Struktur. Paderborn zähle zu den Teams mit vielen langen Bällen in der Liga. Auffällig sei zudem die offensive Rolle des Torhüters, der sich weit ins Aufbauspiel einschalte.
Die Gäste brächten häufig mehrere Spieler auf die letzte Linie und arbeiteten mit vielen Flanken. Das erschwere ein konsequentes Pressing. Bochum wolle dennoch bei den eigenen Prinzipien bleiben, müsse aber in einzelnen Punkten Anpassungen vornehmen.
Philipp Hofmann war zuletzt regelmäßig an Toren beteiligt. Rösler betonte dessen Rolle als zentralen Fixpunkt im Offensivspiel. Der Stürmer solle sich bewusst im Zentrum bewegen, um kurze Wege zum Tor zu haben und seine Stärken in beiden Strafräumen einzubringen.
Für Sonntag gilt: Die Grundstruktur steht. Die letzte Entscheidung fällt nach dem Abschlusstraining. Ziel bleibt, die nötigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln.
