Beitrag: Schauspielhaus Bochum präsentiert Februar-Programm 2026
Schauspielhaus Bochum

(c) Sebastian Sendlak

Das Schauspielhaus Bochum setzt im Februar 2026 klare inhaltliche Akzente. Im Mittelpunkt stehen zwei Premieren, die unterschiedliche theatrale Handschriften zeigen. Ergänzt wird der Spielplan durch Lesungen, Konzerte und Gastspiele. Auch das Angebot für Kinder und Familien wird erweitert. Das Programm verbindet politische Fragen mit literarischen und musikalischen Formaten.

Zwei Premieren zum Jahresauftakt

Die erste Premiere des Monats ist die deutschsprachige Erstaufführung von Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten von Tiago Rodrigues. Die Inszenierung übernimmt Mateja Koležnik, deren Arbeit Kinder der Sonne 2023 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. Das Stück erzählt von einer portugiesischen Familie, die seit Jahrzehnten einem radikalen Ritual folgt. Im Zentrum steht die Frage, wie weit der Schutz der Demokratie gehen darf. Premiere ist am Samstag, 14. Februar, im Schauspielhaus.

Eine Woche später folgt in den Kammerspielen die Premiere von Die Gehaltserhöhung nach Georges Perec. Regisseur Albrecht Schroeder bringt eine humorvolle Analyse von Arbeitswelt und Sprache auf die Bühne. Das Stück kreist um die vielen möglichen Wege, Vorgesetzte um mehr Geld zu bitten. Premiere ist am Donnerstag, 19. Februar.

Im Theaterrevier startet mit Firlefanz eine neue Veranstaltungsreihe für Kinder ab vier Jahren. Jeden ersten Sonntag im Monat steht ein anderes Format auf dem Programm. Geplant sind unter anderem Puppentheater, Konzerte und Bilderbuchlesungen. Die erste Ausgabe findet am Sonntag, 1. Februar, statt.

Lesungen, Konzerte und Gastspiele

Im Oval Office stellt die Philosophin Eva Weber-Guskar am Samstag, 7. Februar, ihr Buch Gefühle der Zukunft. Wie wir mit emotionaler KI unser Leben verändern vor. Musikalisch begleitet wird die Lesung vom Bochumer Klangkünstler Kallabris.

Am 12. und 13. Februar zeigt die Schauspielerin und Autorin Lilly-Marie Vogler ihre Solo-Performance Iphigenies Rache. Die Arbeit versteht sich als feministische Neubetrachtung eines antiken Mythos.

Die Schweizer Musikerin Sophie Hunger kehrt am Mittwoch, 11. Februar, für eine Konzert-Lesung ins Schauspielhaus zurück. Sie liest aus ihrem Debütroman Walzer für Niemand.

Zum Monatsende steht ein lokaler Akzent im Fokus. Der Bochumer Autor Frank Goosen stellt am 25. und 26. Februar seinen neuen Roman Lovely Rita vor. Darin erzählt er von der Eckkneipe Haus Himmelreich und vom Wandel urbaner Alltagskultur.

Überblick und weitere Informationen

Das vollständige Februar-Programm ist online abrufbar. Weitere Informationen gibt es unter www.schauspielhausbochum.de.

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