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Torjubel nach dem 1:0 durch Maxim Leitsch
Der VfL Bochum gewinnt am 14. Spieltag klar bei Greuther Fürth. Früh verwandelte Standards sorgen für den Grundstein, Trainer und Spieler zeigen sich selbstkritisch.
Der VfL Bochum entscheidet sein Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth mit einer abgeklärten Leistung für sich. Drei Treffer in den ersten 17 Minuten stellen die Weichen früh. Während Bochum auf Effizienz und starke Standards setzt, kämpft sich Fürth im weiteren Spielverlauf zurück, ohne jedoch entscheidend gefährlich zu werden. Nach dem deutlichen Auftakt zeigen beide Trainer eine klare Analyse des Spielgeschehens. Für den VfL ist der Sieg ein wichtiger Schritt, um nach zuletzt wechselhaften Ergebnissen wieder Stabilität zu gewinnen.
Bochum legt in Fürth einen Blitzstart hin
Der 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga bringt dem VfL Bochum einen wichtigen Auswärtserfolg. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler eröffnet die Partie mit enormem Druck und profitiert bereits in der achten Minute von einem Standard. Ibrahima Sissoko steht nach einem Freistoß goldrichtig und trifft zum 1:0. Nur fünf Minuten später nutzt der VfL erneut einen ruhenden Ball: Wieder ist Sissoko zur Stelle und erhöht auf 2:0.
Die Bochumer Effektivität setzt sich in der 17. Minute fort. Nach einem Ballgewinn leitet Onyeka schnell weiter, Philipp Hofmann vollendet kompromisslos zum 3:0. Greuther Fürth wirkt in dieser Phase überrascht und findet zunächst kaum Zugriff.
Fürth stabilisiert sich – Bochum verwaltet
Nach der explosiven Anfangsphase nimmt Bochum spürbar Tempo heraus. Fürth kommt besser ins Spiel und wagt erste Offensivaktionen. Einige Distanzversuche sowie ein abgeblockter Abschluss von Hrgota sorgen für leichte Entlastung, gefährden die Bochumer Defensive jedoch nur selten ernsthaft.
Bis zur Pause bleibt die Partie kontrolliert, Bochum verwaltet das Ergebnis, findet jedoch kaum weitere zwingende Aktionen. Trainer Rösler ordnet später ein: „Der Start heute hat uns unheimlich geholfen. Unsere Standards waren vorher schon gut. Heute kamen sie auf den Punkt. Danach haben wir aber den Faden verloren. Wir müssen lernen, uns noch mehr zu pushen und auf das vierte, fünfte Tor zu gehen.“
Zweite Halbzeit: Chancen auf das vierte Tor bleiben ungenutzt
Nach Wiederanpfiff setzt der VfL erste Offensivakzente, doch Wittek und Holtmann scheitern. Greuther Fürth wechselt mehrfach und versucht, über frische Kräfte Druck aufzubauen. Die beste Gelegenheit der Gastgeber entsteht in der 64. Minute, als Sillah frei vor Keeper Horn auftaucht, der jedoch stark pariert.
Bochum verpasst derweil mehrfach, den Deckel endgültig draufzumachen. Fast jeder Konter hätte zu einem weiteren Treffer führen können, doch Onyeka und Alfa scheitern knapp. Philipp Hofmann erklärt später: „Wir haben eine erwachsene Leistung gezeigt. Die Konter hätten wir besser ausspielen können, aber wir sind richtig gut ins Spiel gekommen und haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.“
Trainerstimmen: Standards entscheiden, Fürth hadert mit dem Start
Fürths Cheftrainer Thomas Kleine ordnet die Niederlage nüchtern ein:
„Glückwunsch an den VfL Bochum. Wenn man so früh durch Standards zurückliegt, ist das unheimlich bitter. Uns war klar, dass Bochum eine enorme Wucht mitbringt. Wir haben die entscheidenden Situationen nicht gut verteidigt.“
Bochums Coach Rösler verweist auf die Trainingsarbeit der vergangenen Wochen:
„Seit meiner Ankunft legen wir viel Wert auf Standards. Heute hatten wir eine unheimliche Größe und Power auf dem Platz. In der zweiten Halbzeit haben wir es gut runtergespielt.“
Auch Doppeltorschütze Ibrahima Sissoko zeigt sich zufrieden:
„Es war ein schönes Gefühl, wieder in der Startelf zu stehen. Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, aber wir haben als Team sehr gut zusammengearbeitet. Maxi schlägt die Standards hervorragend rein.“
Außenverteidiger Maximilian Wittek ergänzt:
„In der zweiten Halbzeit hätten wir das Ergebnis noch höher gestalten können. Nach dem 3:0 müssen wir den Gegner mehr laufen lassen. Wir haben kompakt verteidigt und können zufrieden sein.“
