Beitrag: Bochum setzt im Winter auf erprobtes Kältekonzept
Kältekonzept

Petra Peschke-Göbel vom Amt für Soziales, Sozialdezernentin Britta Anger und Diakon Winfried Rottenecker stellen das Kältekonzept der Stadt Bochum am 29.11.2021 vor. +++ Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum

Die Stadt Bochum hält auch in diesem Winter an ihrem Kältekonzept fest. Seit 2020 ergänzt es die kommunale Hilfe für Menschen ohne Wohnung. Das Konzept wird regelmäßig mit Trägern und Verbänden abgestimmt. Ziel bleibt ein dichtes Netz an Schlaf- und Aufenthaltsmöglichkeiten.

Das Fliednerhaus an der Straße Am Stadion bietet ganzjährig 23 Plätze. In der kalten Jahreszeit kommen weitere Notschlafplätze hinzu. Tagsüber stehen mehrere Anlaufstellen offen. Dazu zählen Einrichtungen an der Henriettenstraße, die Angebote „Frauen in Not“, die Suppenküche, der Wattenscheider Mittagstisch und die Jugendberatung „Sprungbrett“. Kirchencafés und die Propsteikirche öffnen zusätzlich Wärmestuben, auch an Sonntagen.

Bei Temperaturen unter minus zehn Grad greift ein Sonderplan. Dann wird eine Fläche in der Verteilerebene der Haltestelle Rathaus Süd freigegeben. Streetworker suchen verstärkt den Kontakt zu Menschen, die im Freien übernachten. Sie informieren über Unterkünfte und begleiten auf Wunsch dorthin.

Mobile Hilfen ergänzen das Angebot. Die „KälteEngel“ der Johanniter, das Versorgermobil „Susi“ des ASB und der Kältebus des Wattenscheider Roten Kreuzes verteilen warme Mahlzeiten und Getränke. Medizinische Unterstützung leistet die „Aufsuchende medizinische Hilfe für Wohnungslose Bochum“.

Bürgerinnen und Bürger sollen aufmerksam bleiben. Bei möglicher Selbstgefährdung von Menschen im Freien ist die Polizei unter 110 erreichbar. Bei akuten gesundheitlichen Problemen hilft der Rettungsdienst unter 112. Informationen zum Kältekonzept sowie Hinweise zu weiteren Angeboten stehen auf der städtischen Internetseite bereit. Auch die Broschüre „Hilfe und Orientierung in Bochum“ und die App „Streets of Bochum“ liefern einen Überblick.

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