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Ruhr Universität Bochum
Die Ruhr-Universität Bochum hat das Center of Competence Additive Manufacturing (COCAM) gestartet. Das neue Zentrum soll Unternehmen unterstützen, moderne Verfahren der Additiven Fertigung besser zu nutzen. Obwohl 3D-Druck in Bereichen wie Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Automobilbau oder Maschinenbau bereits eine Rolle spielt, bleibt der breite Einsatz in der Industrie aus. Gründe sind hohe Anschaffungskosten, Fachkräftemangel und fehlende Standards.
Das COCAM setzt genau dort an. Die Maschinenbau-Fakultät der RUB bringt eine gewachsene Expertise entlang der gesamten Prozesskette ein. Das Angebot reicht von Machbarkeitsstudien über Entwicklungs- und Designfragen bis zur Prozessoptimierung und Qualitätssicherung. Unternehmen können zudem Unterstützung bei Kleinserien, der Automatisierung, der Bauteilprüfung und der Wirtschaftlichkeitsanalyse erhalten. Das Spektrum umfasst Metall- und Polymerwerkstoffe.
Zum Team gehören sechs Professoren, die unterschiedliche Disziplinen der Fertigungstechnik abdecken. Die Ausstattung des Zentrums umfasst Anlagen für pulverbettbasierte Verfahren, Directed Energy Deposition, Wärmebehandlung und Pulverherstellung. Dazu kommen robotergestützte Fertigungs- und Nachbearbeitungssysteme sowie Labore für Analytik und Qualitätssicherung. Workshops und Schulungen runden das Angebot ab.
Mit dem COCAM möchte die RUB Unternehmen eine niedrigschwellige Möglichkeit geben, Wissen aufzubauen und additive Produktionstechnologien einzuführen.
